Chronik des Sollingverein e.V.

100 Jahre im Dienst an der Heimat
100 Jahre im Dienst an der Heimat
Das Wanderbuch von 1894
Das Wanderbuch von 1894

Der Sollingverein hatte 1988 sein 100-jähriges Bestehen und gab zu diesem feierlichen Ereignis das durch Otfried Ruhlender verfasste Buch:"100 Jahre im Dienst an der Heimat" heraus.
Das interessante Buch kann noch erworben werden.

Entstehungsgeschichte

1. Gründung des Vereins

Der erste Gedanke, für unseren herrlichen Solling einen Wanderverein ins Leben zu rufen, eine Schönheiten Einheimischen und Fremden zu erschließen, ging von dem am Ausgang des Ilmetals gelegenen Relliehausen aus, wo von naturfrohen Männern auf Anregung des Fabrikbesitzers Hahne (Papierfabrik "Hahnemühle") und des Königlich-Preußischen Rossarztes Fleischer am 07. September 1887 ein Ortsverein zusammentrat.

Von Relliehausen aus veranlasste man zunächst ein gleiches Vorgehen in Neuhaus, wo sich am 03.April 1888 unter dem Vorsitz des Herzoglich-Braunschweigischen Försters Salle ein weiter derartiger Verein bildete.

Beide Vereine traten kurze Zeit danach, am 21.Oktober 1888, in Neuhaus zu einem "Sollingverein" zusammen, der eine Satzung aufstellte und einen "Centralausschuß", später Hauptvorstand genannt, wählte.

Ein Jahr später existierten bereits sechs Zweigvereine mit 236 Mitgliedern. In den folgenden Jahren nahm die Mitgliederzahl stetig zu. Nach dem 10-jährigen Bestehen des Sollingvereins belief sie sich auf nahezu 1.000 in 14 Zweigvereinen. 

Der Verein hat sich in seiner Ausbreitung nicht an politischen Grenzen gebunden. Von den Zweigvereinen lagen acht im Gebiet der Provinz Hannover (Landkreis Northeim), vier im Herzogtum Braunschweig (Landkreis Holzminden) und je einer in Westfalen und Hessen.

2. Das Wanderbuch

Das wichtigste Ziel war die Erschließung des noch wenig bekannten Sollings für den Fremdenverkehr. Zu diesem Zweck wurde zunächst ein Wanderbuch herausgegeben, das  in drei Auflagen erschien: 1892, 1894 und 1901. In der Einleitung heißt es:

"Der Sollingverein bezweckt einerseits die Hebung und Pflege des Fremdenverkehrs im Sollinge, in seinen Ausläufern und Nachbarbergen (Vogler und Hils) und an der Oberweser, andererseits die Erforschung jener Gegenden in Bezug auf Geschichte und Sage, Fauna und Flora. Sein Wirkungskreis erstreckt sich von Bodenwerder bis zum Köterberge und weiter nach Höxter und Carlshafen, dann rechts weseraufwärts bis Bursfelde, von dort hinüber nach Adelebsen, Hettensen, Hardegsen, Moringen, Einbeck, Delligsen, Grünenplan, Lüerdissen, bis Kirchbraak, umfaßt sonach wohl mit die schönsten Gegenden der Provinz Hannover und des Herzogtums Braunschweig. Jene Gegenden bieten in zahlreichen, zum Teil nur wenig oder gar nicht aufgeschlossenen Punkten echte Perlen landschaftlicher Schönheit, die sicher-
lich verdienen, weiteren Kreisen zugänglich gemacht zu werden."

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