Wandern

Ehrenamtliche Wanderführer  (Wäre das etwas für Sie? - melden Sie sich einfach bei uns )

Anforderungen, Ausbildung, Qualifizierung und Erwartungen

Ehrenamtliche Wanderführer gehören zu den tragenden Säulen unserer Wandervereine. Sie sind die gestaltenden Kräfte in den Ortsvereinen, deren Leistungen in der Regel ehrenamtlich erbracht werden, also kostenlos. In vielen Fällen arbeiten sie auch aktiv in den Vorständen und Ausschüssen der Ortsgruppen mit. Damit sind sie auch das wertvollste Kapital der Vereine. Was wären wir ohne diese engagierten Wanderfreundinnen und Wanderfreunde, die mit ihrer Tätigkeit als Wanderführer oder auch als Wanderwart erlebnisreiche Wanderungen in unserer Natur und Kulturlandschaft planen und anbieten? Es sind die Werbeträger des Vereins schlechthin.

Wanderführer im Tourismus

Wanderführer im Tourismus bieten ihre Leistungen meist gegen Entgelt an und werden durch die Tourismusunternehmen vermarktet. Sie sind sehr stark regional spezialisiert und arbeiten gästeorientiert. Sie vermitteln ihr Wissen zu Natur, Kultur und Landschaft sowie regionaler Geschichte, die nur in eng umgrenztem Raum präsent ist. Viele Wanderführer sind sowohl im Tourismus als auch in der ehrenamtlichen Vereinsarbeit erfolgreich aktiv. Dies führt zu einer guten und wünschenswerten Zusammenarbeit mit den Tourismusverantwortlichen in Städten und Gemeinden. Hierzu gehört natürlich auch eine zielgruppenorientierte Ausbildung als Wanderführer beziehungsweise als Natur- und Landschaftsführer.

Die Wanderführerausbildung

Die Wanderführerausbildung hat die wesentlichen Inhalte: Wanderplanung – Gehzeitberechnung, Wetterkunde, Recht- und Versicherung, Orientierung – Karte, Kompass, GPS, Natur und Kultur – Geschichte, Geologie, Ökologie, Naturräume, Naturschutz, Naturerleben – Kommunikation, Tourismus, Marketing, Natur- und Erlebnispädagogik. Sie qualifiziert zum zertifizierten Wanderführer und zum staatlich anerkannten Natur- und Landschaftsführer. Die Qualitätssicherung wird durch den verbindlichen Rahmenplan, eine begrenzte Teilnehmerzahl in den Lehrgängen, durch effektive Methoden der Wissensvermittlung, eine einheitliche Prüfungsordnung und durch ständige Weiterbildungen, die durch die Akademien und von den Ausbildern in den Vereinen angeboten werden, gewährleistet.

Der Wanderführer als Naturschützer

Wanderführer erfüllen eine wesentliche Funktion des Naturschutzes in der bewussten, schonenden Besucherlenkung und Führung in besonders sensiblen Räumen. Durch die erworbenen Kenntnisse um die natürlichen Vorgänge und Zusammenhänge in unseren Lebensräumen sowie durch ihre Naturverbundenheit sind sie anerkannte Vorbilder. Sie nehmen den Wanderer mit und sensibilisieren ihn für den schonenden Umgang mit unseren natürlichen Ressourcen.

Erwartungen an Wanderführer

Heute wird von den Wanderführern weit mehr als die Kenntnis des richtigen Weges erwartet. Neben den technischen Elementen der Wanderungen werden verstärkt die Natur- und Erlebnispädagogik als Führungsinstrumente eingesetzt. Wanderführer sind heute in der Lage, erlebnisreiche Wanderungen mit nachhaltigen Wirkungen bei den Teilnehmern anzubieten. Dabei gelingt es zunehmend mehr, neue und jüngere Interessengruppen zu erschließen und Wandern als beliebtes Freizeitangebot zu etablieren.

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